Wie man nach den Feiertagen wieder in den Alltag findet: Warum der Januar schwer fällt und was wirklich hilft

Wie man nach den Feiertagen wieder in den Alltag findet: Warum der Januar schwer fällt und was wirklich hilft

Der Januar hat diese ganz eigene Stimmung. Die Weihnachtslichter sind weg, die Keksdosen leer, die Ferien vorbei... und plötzlich soll der Alltag wieder funktionieren. Kinder hängen noch halb im Weihnachtsmodus, Eltern versuchen, den Takt wiederzufinden und irgendwo dazwischen steht ein verschlepptes Schlafrhythmus-Chaos.

Genau jetzt lohnt es sich, Routinen nicht einfach "einzufordern", sondern sie sanft wieder aufzubauen. Und das geht leichter, wenn auch die Räume mitziehen - gerade das Kinderzimmer.

Langsam zurück statt "ab sofort läuft alles wieder"

Übergänge sind für Kinder kein Schalter, den man umlegt. Nach Tagen voller Aufregung, vielen Reizen und späten Abenden ist ihr Nervensystem oft noch im Dauerfeuer. Ein sanfter Start ins neue Jahr nimmt Druck raus. Ein paar klar erkennbare Rituale können Kindern helfen, wieder in den richtigen Takt zu finden. Struktur beginnt nicht mit großen Plänen, sondern mit kleinen, wiederkehrenden Momenten.

Den Schlafrhythmus wieder einfangen

Ferien verschieben die Bettzeiten fast automatisch. Später ins Bett, länger schlafen, später aufstehen, zwischendurch mittags müde... logisch, dass das im Januar immer noch so ist und sich nicht so leicht einfangen lässt.

Ihr könnt das gut abfedern, indem ihr den Rhythmus Stück für Stück zurückschiebt: jeden Abend 10-15 Minuten früher reicht vollkommen aus. So merken die Kinder die Veränderung kaum, aber irgendwann sind alle wieder in ihrem Alltagsrhythmus angekommen. 

Kleinere Rituale, die dem Tag wieder Halt geben

Kinder orientieren sich an Wiederholungen. Je klarer sie wissen, was als nächstes kommt, desto leichter läuft der Tag. 

Mögliche Mini-Rituale:

  • der Morgenmoment: kurz am Bettrand strecken, Licht an, einmal tief durchatmen und der Tag kann beginnen
  • Nachmittagsanker: 15 Minuten ruhige Zeit im Bett oder der Leseecke
  • ein Abendritual: ein Lied, eine Geschichte, ein Satz, der jeden Abend gleich ist

Ordnung als Starthilfe - ohne großen Kraftakt

Nach Weihnachten sieht das Kinderzimmer gern aus wie ein Mix aus Geschenke-Lager und Schlachtfeld. Ist ja auch kein Wunder, bei dem neuen Spielzeug und den tollen Büchern, die es zu Weihnachten gab! Und die jetzt aber noch keinen festen Ort im Kinderzimmer haben... 

Es hilft, nach den Weihnachtsferien einen kleinen Reset zu machen. Wichtig: wenn ihr das gemeinsam mit euren Kids macht und das Aufräumen zeitlich begrenzt, kann es sogar Spaß machen!

Der 20-Minuten-Januar-Reset: Timer stellen, alle räumen mit, es muss nicht perfekt werden.

Hier kann das Hochbett oder Etagenbett helfen: Durch die verschiedenen Ebenen im Etagenbett entstehen automatisch Zonen: oben eine Zone zum Träumen und Lesen, unten eine zum Spielen. Oder andersrum. Kinder begreifen intuitiv, wofür welche Ecke da ist. Das macht nicht nur das Aufräumen leichter!

Bewegung reinholen, damit der Alltag funktioniert

Um wieder in den Rhythmus zu finden, braucht der Körper Ausgleich. Bewegung entlädt Restenergie und macht Kinder oft ausgeglichener. Das wiederum hilft bei entspannten Abenden!

Wenn's draußen nass, dunkel oder beides ist, hilft ein bisschen Indoor-Action. Euer Abenteuerbett gibt das fast von selbst her: hochklettern, runterrutschen, am Seil baumeln, sich verstecken... Fünf Minuten davon reichen oft, um einen Stau an Ferien-Energie loszuwerden.

Der kleine Januar-Anker

Der Januar ist dunkel, aber er kann trotzdem freundlich sein. Manchmal sind es genau die kleinen Dinge, die dem Alltag eine Linie und Routine geben.

  • Montags-Moment: ein Mini-Ritual zum Wochenstart
  • Januar-Licht: eine kleine Lichterkette am Bett, die jeden Abend das Jetzt beruhigen wir uns Signal setzt
  • 5-Minuten-Routine: jedes Kind richtet seine oder ihre Ecke kurz so, wie es sich wohlfühlt

Diese kleinen Anker müssen nicht perfekt sein, aber sie müssen regelmäßig auftauchen und so den Alltag ein bisschen besonders machen.

Der Januar ist nicht dafür gemacht, sofort zu funktionieren. Kinder brauchen ein paar Tage, um von Ferienzeit auf Alltag umzuschalten. Und Eltern übrigens auch. Wichtig ist nicht, dass alles wieder normal aussieht. Wichtig ist, dass ihr ein paar Anker habt, an denen ihr euch orientieren könnt: Schlaf, Nähe, ein paar klare Signale. Der Rest kommt von selbst. 

Kleine Schritte bringen euch zurück in den Flow

Der Januar wirkt oft härter, als er ist. Wenn ihr dem Übergang ein bisschen Raum gebt, Routinen wieder sanft aufbaut und das Kinderzimmer gut nutzt, pendelt sich vieles schneller ein als gedacht!

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