Wenn die Tage kürzer werden und der Nachmittag sich plötzlich wie Abend anfühlt, merkt man erst, wie viel ein gutes Lichtkonzept ausmacht. Gerade im Herbst und Winter verbringen Kinder mehr Zeit drinnen, toben in ihren Zimmern, kuscheln sich in ihre Betten oder bauen Höhlen. Das Kinderzimmer wird in der dunklen Jahreszeit zusätzlich immer mehr zum Rückzugsort. Licht spielt dabei eine große Rolle: es beruhigt, schafft Sicherheit und hilft später am Abend auch beim Einschlafen.
Die richtige Beleuchtung für das Kinderzimmer finden
Die ideale Beleuchtung im Kinderzimmer entscheidet über Stimmung, Schlafqualität und Sicherheit. Nicht nur, aber vor allem rund ums Bett. Wer ein Hochbett oder Etagenbett hat, kennt das besonders gut: Oben soll es gemütlich sein, unten braucht man Licht zum Lesen und nachts soll niemand die Leiter runterpurzeln. Wer ein Etagenbett hat, in dem zwei Kinder schlafen, braucht sowohl oben als auch unten ordentliches Licht.
Oft entscheidet die richtige Beleuchtung, wie gut Kinder abends zur Ruhe finden. Wenn das Kinderzimmer noch hell beleuchtet ist, fällt es Kindern oft schwer, abends runterzukommen. Daher ist es wichtig, für die jeweilige Situation die richtige Beleuchtung zu schaffen. Während es beim Spielen und Toben gerne etwas heller sein kann, sollte das Licht gegen Abend gedimmt werden und so eine ruhigere Atmosphäre schaffen.

Die drei Lichtzonen im Kinderzimmer
Ein gutes Lichtkonzept teilt das Kinderzimmer in mehrere Bereiche ein und verwendet unterschiedliche Lampen und Leuchten. Das schafft im Zimmer Orientierung und passt sich den unterschiedlichen Aktivitäten an.
1. Grundbeleuchtung: sanft, dimmbar, angenehm
Die Grundbeleuchtung ist das Fundament des Lichtkonzepts im Kinderzimmer. Sie sorgt für Übersicht, ohne zu blenden oder Unruhe zu erzeugen. Die Grundbeleuchtung ist in der Regel eine Deckenleuchte oder Lampe mit Lampenschirm.
Besonders zu empfehlen:
- Warmweiße LED-Lampen
- Deckenleuchten mit Milchglas oder Lampen mit einem Stoffschirm
- Dimmbares Licht
2. Funktionslicht: klar, aber nicht kalt
Im Kinderzimmer wird gespielt, gebastelt, gemalt, Bücher werden angeschaut. Für solche Phasen braucht es Licht, das Details erkennbar macht, ohne die Atmosphäre zu stören. Wenn die richtigen Bauklötze in der richtigen Farbe und Größe gefunden werden müssen, sollten sich Kinderaugen nicht anstrengen müssen! Genauso beim Lesen. Wichtig ist daher, dass das Licht hell genug aber nicht zu grell ist. Warm-weißes Licht im Funktionsbereich ist dafür ideal.
Beispiele
- Tischlampe am Basteltisch
- Verstellbare Clip-Lampe zum Lesen
- Stehleuchte mit weichem Schirm im Spielbereich
Licht am Schreibtisch
Für Schulkinder ist der Schreibtisch ein Ort, an dem sie sich trotz Hausaufgaben und Lernen wohlfühlen sollen. Das Licht kann ihnen dabei helfen. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Schreibtisch so im Kinderzimmer platzieren, dass er im rechten Winkel zu einem Fenster steht. So hilft das Tageslicht zusätzlich, eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen. Außerdem ist es am Schreibtisch wichtig, dass das Funktionslicht beim Schreiben keinen Schatten auf das Heft wirft. Je nachdem, ob euer Kind Rechts- oder Linkshänder ist, sollte die Lampe aus dem Winkel scheinen, der das Licht ungehindert auf die Schulsachen wirft.
3. Stimmungs- und Einschlaflicht: die Ruhezone
Kinder wechseln nicht abrupt von „aktiv“ zu „schlafbereit“, nur weil es Zeit zum Ins-Bett-Gehen ist. Ihr Nervensystem braucht bestimmte Signale, die zeigen: „Jetzt wird es ruhiger.“ Licht kann dabei eine große Rolle spielen. Das Ziel ist es, mit der richtigen Beleuchtung eine ruhige, sanfte Atmosphäre zu schaffen, die Geborgenheit vermittelt, in der sich vor allem kleine Kinder aber nicht zu sehr gruseln.

Licht als Einschlafritual
Gleichbleibende Abläufe am Abend entspannen Kinder. Feste Schlafenszeiten spielen dabei genauso eine Rolle, wie Vorlesen oder Kuscheln zum Runterkommen. Es ist wichtig, sich an diese bestimmten Abendrituale so gut es geht zu halten, damit Kinder abends die Ruhe finden, die sie zum Einschlafen brauchen.
Ein Licht zum Einschlafen kann super als Abendritual eingesetzt werden. Verwendet dabei eine kleine Lampe, die sich dimmen lässt. So könnt ihr euren Kindern auch schon im frühen Alter zeigen, wann es Schlafenszeit ist:
- Lampe an - es darf leiste gespielt werden
- Lampe etwas dunkler gedämmt - Zeit zum Kuscheln
- Lampe aus - Schlafenszeit
Licht am Hochbett: Sicherheit und Kontrolle
Ein Hochbett ist wie eine kleine Höhle. Das kann sehr gemütlich sein - wenn das Licht stimmt. Kinder sollten im Idealfall ihr Licht selber bedienen können, ohne klettern zu müssen. Wer oben schläft, sollte sein eigenes Licht auch oben am Bett ausschalten können.
Für Hochbetten eignen sich:
- Kleine, dimmbare Clip-Lampen
- Touch-Lichter
- Lichterketten schaffen eine gemütliche Atmosphäre

Sicherheit geht immer vor
Sicherheit hat im Kinderzimmer oberste Priorität. Lampen sollten fest montiert sein und nicht wackeln. LED-Leuchten bieten sich generell an, weil sie kaum warm werden und damit keine Verbrennungsgefahr entsteht. Kabel gehören ordentlich geführt und so befestigt, dass kleine Hände nicht an ihnen ziehen oder mit ihnen spielen können. Und besonders im Hochbett oder Etagenbett gilt: Alle Lichtquellen müssen stabil verschraubt und zuverlässig befestigt sein. Kinder ziehen, klettern, testen Grenzen. Die Beleuchtung muss das problemlos aushalten.
Kinderzimmerbeleuchtung beeinflusst weit mehr als nur die Optik. Sie steuert das Nervensystem, vermittelt Sicherheit und unterstützt gesunde Schlafgewohnheiten. Besonders bei Hoch- und Etagenbetten lohnt sich eine sorgfältige Planung: eigenständige Bedienbarkeit, sanfte Helligkeit und eine sichere Montage sind hier entscheidend.















Hinterlasse einen Kommentar
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.