Mehr Ruhe, weniger Druck: acht entspannte Adventsrituale für die ganze Familie

Mehr Ruhe, weniger Druck: acht entspannte Adventsrituale für die ganze Familie

Advent ist ja eigentlich die Zeit der Ruhe, der Kerzen, der Zimtluft und der langsamen Schritte durch den Monat, voller Vorfreude auf Weihnachten. Und gleichzeitig fühlt es sich oft an wie ein vierwöchiger Sprint, bei dem alle gleichzeitig irgendwas von euch wollen: Plätzchen backen! Nikolaus vorbereiten! Geschenke besorgen! Gedichte auswendig lernen! Und dann wieder Plätzchen backen, weil schon alle weg sind…

Wir haben deshalb für euch acht Rituale zusammengestellt, die euch und eure Kids in der Adventszeit runterfahren und ein bisschen zum Innehalten anregen sollen. Dinge, die ihr easy in euren Alltag integrieren könnt, ohne dafür viel vorbereiten zu müssen oder viele Stunden aus eurem Tag zu nehmen. Viel Spaß!

1. Der Fünf-Minuten-Advent

Das wohl einfachste Ritual überhaupt. Jeden Tag fünf Minuten für einen kleinen Moment als Familie - nicht mehr, nicht weniger. Das kann alles sein: eine Kerze anzünden, kurz zusammen durchs Fenster in die Dunkelheit gucken, ein Lied, ein kurzer Dank.

Warum das entspannt: Fünf Minuten bekommt jede:r hin. Und obwohl es nur so eine kurze Zeit ist, fühlt es sich wie ein richtiger Moment an, aus dem was Schönes und Besinnliches entstehen kann. Und: Kinder lieben Wiederholungen - nach ein paar Tagen wollt ihr dieses Ritual nicht mehr missen!

2. Advents-Snacks am Sonntag

Ihr kennt Charcuterie-Boards? Macht das Gleiche für eure Familie - nur in süß, simpel und ohne Anspruch auf Perfektion. 

Das könnt ihr auf euer Snack-Board tun:

  • Mandarinen, Äpfel, Nüsse
  • ein paar Plätzchen
  • zwei Sorten Schoki
  • ein warmes Getränke für alle


Das stellt ihr am Sonntagnachmittag hin, Punkt. Keine Deko, kein Aufwand. Einfach Snacken, reden, Pause drücken.

Warum das entspannt: Essen beruhigt alle. Und so ein kleines Ritual macht plötzlich aus einem ganz normalen Sonntag ein Mini-Event.

3. Der Draußen-Ohne-Plan-Spaziergang

Einmal die Woche geht ihr raus, ohne Ziel, ohne Route, ohne Pflicht. Ihr laut einfach los, schaut euch die Lichter in den Wohnungen an und guckt, wo schon ein Tannenbaum steht.

Wenn ihr Lust habt, nehmt eine kleine Aufgabe mit: Wer sieht die meisten Adventskränze? Wie viele goldene Sterne zählt ihr in den Fenstern der Nachbarn?

Warum das entspannt: 
Weil ihr den Druck rausnehmt und euch nichts vornehmt, das man „erreichen“ muss. Und frische Luft wirkt wie ein Soft-Reset fürs Gehirn. Plus: Kids erinnern sich an solche Quality-Time-Momente länger als an den x-ten Weihnachtsmarktbummel.

4. Das „Heute machen wir’s uns leicht“-Los

Ihr habt bestimmt Tage im Advent, an denen einfach alles zu viel ist. Ein stressiger Einkauf in der überfüllten Innenstadt, ein Meltdown weil die Hände und Füße zu kalt sind, der Lieblings-Pulli ist in der Wäche... Für diese Momente macht ihr euch ein kleines Glas mit Notfall-Losen, wie zum Beispiel:
„Heute gibt’s Abendbrot auf dem Sofa“
„Heute wird nichts mehr aufgeräumt“
„Heute gibt’s Nudeln und Butter und sonst nichts“
„Heute keine Wäsche“
„Heute machen wir 3-Minuten-Disco im Wohnzimmer“

Wenn die Stimmung kippt: Los ziehen. Fertig.

Warum das entspannt: Es fühlt sich nach liebevoller Selbstrettung an. Und es gibt euch einen kleinen Joker für die stressigen Tage. 

5. Advents-Post-it-Liebe

Die Aufgabe ist einfach: Jede:r klebt einmal am Tag einen Post-it irgendwo hin, an den Badezimmerspiegel, auf den Küchentisch, ans Bett, auf die Brotdose:

  • ein Kompliment
  • ein lustiger Satz
  • eine Erinnerung
  • ein “was ich heute mochte“

Warum das entspannt: Weil Wertschätzung wie kleine Energieshots sind. Eure Kids können easy mitmachen, wer noch nicht schreiben kann, malt ein kleines Bild. Es braucht keine großen Worte 💛

6. Das Lichterritual

Macht abends alle Lichter aus. Nur eine Kerze oder Lichterkette an. Drei Minuten still sein oder ganz leise sprechen und zusammen sitzen. Ihr müsst nicht meditieren. Ihr müsst nicht „achtsam sein“. Ihr müsst gar nichts. Einfach drei Minuten Licht und Ruhe.

Warum das entspannt: Weil Dunkelheit sofort runterfährt. Und Kinder kommen erstaunlich gut in diese Stimmung rein, wenn es ein kleines Ritual wird. Besonders gut zum Runterkommen vor dem Schlafengehen!

7. Der „wir machen es uns schön“-Tag

Nehmt euch einen festen Wochentag, an dem ihr dieses gemütliche Adventsritual macht. An diesem Tag macht ihr immer etwas mini-warmes im Alltag:

🌲Duftkerzen an
🌲Kissen auf den Boden und zusammen lesen
🌲Kakao (mit Mini-Marshmallows)
🌲Wärmflaschen für alle


Das Ganze dauert vielleicht zehn Minuten - aber die Wirkung ist groß.

Warum das entspannt: Weil Rituale, die regelmäßig kommen, die Woche ordnen. Und dieses gibt dem öden Dienstag (oder Mittwoch, oder Montag) ein kleines Upgrade.

8. Der gemeinsame Adventssound

Ihr habt sicher schon viele Playlists, vor allem für die Weihnachtszeit. Macht euch dieses Jahr mal eine nur für den Advent. Kurz, maximal 10-15 Lieder. Einmal am Tag läuft sie irgendwo im Hintergrund: morgens beim Anziehen, nachmittags im Wohnzimmer oder abends beim Ins-Bett-Gehen. 

Warum das entspannt: Musik kann sofort die richtige Stimmung verbreiten. Und ihr könnt die Playlist in einem Jahr wieder hören und sofort in die damalige Adventsstimmung fallen. 

Das Wichtigste: der Advent ist kein Projekt

Ihr müsst nicht ALLE Rituale machen. Stresst euch bloß nicht, wenn nicht jeden Tag jedes Ritual erfüllt wird. Denn genau das sollen die kleinen Adventsrituale nicht: stressen. Vielleicht passen drei Ideen zu euch. Vielleicht auch nur eins. Vielleicht macht ihr jede Woche ein anderes, je nach Stimmung. 

Advent ist kein Contest, bei dem man beweisen muss, wie besinnlich man ist. Advent ist eher wie dieser eine bequeme Pulli: anziehen, wohlfühlen, fertig.

Wenn ihr ein paar dieser Rituale einwebt, habt ihr kleine Atempausen im Alltag. Momente, in denen ihr wieder merkt: Ach ja, dafür machen wir das alles - weil es warm, nah und schön ist. 💛✨

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